Usability im Alltag

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Usability (Gebrauchstauglichkeit) ist keineswegs ein Begriff der sich auf den Softwarebereich beschränken lässt. Auch im alltäglichen Umgang mit allen möglichen Gegenständen treffen wir auf Usability.
Laut Norman (1989) sollte das Design eines Produktes dem User klar machen wie er es zu nutzen hat. Deshalb gilt:

Fehler der Nutzer sind Fehler im Design

Um solche Fehler zu vermeiden, sollte man sich an einige wichtige Richtlinen halten. Ein übergeordnetes Ziel jeden Designs ist die Sichtbarkeit. Der menschliche Verstand ist darauf spezialisiert unsere Umgebung zu analysieren, zu interpretieren und daraus rationale Schlüsse zu ziehen. Dabei gibt es natürliche Signale, Norman nennt es das „natürliche Design“, das Nutzer dabei unterstützt die Funktionen eines Gegenstandes richtig zu interpretieren.

Angebotscharakter (Affordances)

Durch den richitgen Einsatz von Affordances weiß der Nutzer was er zu tun hat

“…the term Affordance refers to the perceived and actual properties of the thing, primarily those fundamental properties that determine just how the thing could possibly be used…” [Norman88]“

Beispiel Stuhl

Durch seine Form bietet der Stuhl dem Nutzer an sich zu setzten. Natürlich könnte man ihn auch hochheben oder sich darauf stellen. Aber das sind keine Handlungen die durch das Design vorgeschlagen werden. Ein einfacher Stuhl ist somit intuitiv nutzbar.

Stuhl

Einschränkungen (Constraints)

Doch auch sichtbare Einschränkungen können das natürliche Design unterstützen. Sie zeigen dem Nutzer auf welche Art und Weise er ein Gegenstand nicht nutzen kann. Dabei gibt es vier verschiedene Typen:

Physische Einschränkungen

Durch diese Art von Einschränkungen sind nur eine begrenzte Anzahl an Handlungen möglich. Die Einschränkungen werden durch die physische Beschaffenheit und Form gegeben.

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Semantische Einschränkungen

Diese Einschränkungen machen von dem allgemeinen Weltwissen Gebrauch. Sie bauen darauf, dass der Nutzer die Einschränkungen aufgrund seines Wissens über die bestimmte Situation erkennt.

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Logische Einschränkungen

Durch logische Schlussfolgerungen können bestimmte Lösungen ausgeschlossen werden.

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Kulturelle Einschränkungen

Diese Eischränkungen beziehen sich auf bestimmte, in einer Kultur etablierte Konventionen. Sehen wir beispielsweise eine rote Ampel, so wissen wir, dass dies „Stop“ bedeutet.

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